Raumakustische Elemente in ansprechender Art und Weise in einem Raum unterzubringen, ist nicht leicht. Wenn man beides will – eine gute Raumakustik und wohnliches Ambiente – dann begibt man sich früher oder später auf die Suche nach Möglichkeiten, beide Anforderungen zu verbinden. Kein Umweg führt dabei an Akustikbildern vorbei. Fertige Bausätze kosten mehrere hundert Euronen. Das ist mir zu viel und außerdem habe ich Spaß am DIY!

Hier beschreibe ich meinen Versuch, akustisch wirksame Elemente in Wandbildern zu verstecken, indem ich ein erstes Akustikbild selbst baue.

Nach einiger Gedankenarbeit brauche ich für ein 1,5 x 1 m Akustikbild:

Gesamtkosten ca. 160,- €

Mein erster Gedanke war, ein von mir fotografiertes Motiv auf den Stoff drucken zu lassen. Bereits bei der Bestellung zeigte der Konfigurator an, dass die Bildqualität leiden wird, da nicht genügend Bildpunkte für eine Druckgröße von 1,5 m vorhanden ist.

Von zwei Faktoren ist die wahrgenommene Bildqualität abhängig. Von der Anzahl der Bildpunkte und dem Betrachtungsabstand.

Ich hoffte, dass durch den Betrachtungsabstand von ca. 2 Metern die Vergrößerung der Bildpunkte ausgeglichen wird und bestellte den Stoff mit einem meiner Motive.

Als der Stoff kam, prüfte ich zuerst die Luftdurchlässigkeit und freute mich, dass ich fast widerstandsfrei hindruchpusten konnte. Anschließend entfaltete ich den Stoff und betrachtete das Motiv. Von Nahem (0,5 m) erkennt man den Verlust der Bildqualität durch mangelnde Schärfe. Ab etwa 2 m war ich wiederum mit der Qualität zufrieden.

Dieses Motiv, das ein grünes Blatt zeigt, passt farblich nicht in mein Wohnzimmer und wird ins (grüne) Schlafzimmer wandern, wohingegen mich für das Wohnzimmer eine neue Idee begeisterte.

Mir fiel mir ein, dass ich vor einiger Zeit hochauflösende Bilder für meinen Desktophintergrund meines Computers suchte und bei der NASA fündig wurde, die zahlreiche Fotos ihrer Arbeit ins Netz stellt. Unter anderem sind dort Fotos von Objekten im Universum verfügbar, die mit Teleskopen eingefangen wurden.

Fasziniert von diesen Bildern, lud ich die schönsten auf meine Festplatte und wählte ein geeignetes für mein Akustikbild im Wohnzimmer aus.

Nachdem UPS den bedruckten Stoff in meinen Briefkasten hinterließ, fing ich sofort an, das Akustikbild fertig zu stellen. Ich hatte alle anderen Materialien bereits im Vorfeld besorgt.

Fertig gestellt, wiegt das Akustikbild 10,5 kg. Das Gewicht eines Bildes ist nicht unerheblich – müssen doch die Befestigungen dafür ausgelegt sein. Ich hängte das Bild an Drahtseilen an die Holzprofile meiner Akustikdecke. Ob das Bild tatsächlich an dieser Position bleibt, weiß ich noch nicht.