Offensichtlich ist, dass meine Projekte mit fortlaufender Zeit immer aufwändiger und „professioneller“ werden. Es würde ja auch irgendetwas nicht stimmen wenn dem nicht so wäre. Jedenfalls: Nachdem ich mich sozusagen an meinen „Capella“ 2-Wege Boxen „satt“ gehört hatte, gierten meine Ohren nach etwas Besserem. Und um meine Leidenschaften für Musik und Filme gleichermaßen zu befriedigen, kam nur ein vollwertiges Surround-Set in Frage, bei dem alle Boxen – mit Ausnahme des Center Speakers natürlich – klangtechnisch gleichberechtigt sind. Da ich schon zu Zeiten der „Capella“ Bauphase nach etwas Endgültigem Ausschau hielt, stand meine Wahl schon fest. Und zwar bei den „Minuetta“ genannten Boxen der Lautsprecher-Selbstbau-Zeitschrift „Klang & Ton“. Diese wurden im Nachhinein von einem in der Szene bekannten, mittlerweile ehemaligen Redakteur noch einmal überarbeitet. Leider konnte ich von seiner Modifikation keinen Gebrauch machen, da sich dieser nette Herr aus mir unerklärlichen Gründen nicht dazu bereit erklären konnte oder wollte, mir ein für mich passenden Bausatz zusammenzustellen. Den Respekt, den ich für diesen Mann habe ist ungebrochen. Nur weiß ich, dass es für ein Geschäft in meiner Branche, bei jedem Kunden der nach einem individuellen Angebot fragt tödlich wäre, auf knapp 3000,-€ zu verzichten… aber ist ja egal. Wie dem auch sei: Nun habe ich eben die ursprüngliche Version genommen und jemand anderen mit meinem Geld erfreut. Um meine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen, habe ich die Vorlage optisch abgeändert.


Update 02.06.2015

Die Freude an meinem bislang größten Projekt – mit immerhin knapp einem Jahr Bauzeit – ist nach 4 Jahren nach wie vor ungebrochen. Sicher würde ich heute an bestimmte Arbeitsschritte anders herangehen, aber diese Gedanken hemmen in keinster Weise den Stolz, der mich immer wieder zu derartigen Projekten verleitet.

Bei idealen Rahmenbedingungen besitzen diese Lautsprecher die Fähigkeit, Emotionen auszulösen, die für eingefleischte HiFi-Fans keiner weiteren Worte bedürfen. Auf der wahrscheinlich endlosen Suche nach dem perfekten Klang, bieten sich mir jetzt noch 2 Verbesserungsmöglichkeiten: Zum einen, die Verbesserung der Raumakustik und zum zweiten, das Ersetzen der passiven Frequenzweichen durch aktive, mithilfe digitaler Signalprozessoren. An beiden bin ich dran. 🙂

 

Weitere Fotos folgen.